Gesprächsetikette in Video-Meetings: Das kleine 1x1 für ein besseres Miteinander

Seit der großen Pandemie verbringen wir alle deutlich mehr Zeit vor der Kamera – sei es im Homeoffice, bei virtuellen Team-Besprechungen oder sogar bei Online-Events. Klar, direkte Kommunikation haben wir alle von klein auf gelernt – Kindergarten, Schule, Ausbildung. Aber das Kommunizieren über Video? Das kam quasi über Nacht.

Was eigentlich selbstverständlich erscheint – wie man sich in einem Online-Meeting verhält – fehlt erstaunlich oft. Darum hier mal ein paar simple, aber effektive Tipps, die das nächste Teams-Meeting entspannter und produktiver machen.

1. Vorbereitung: Keine halben Sachen

Die besten Meetings starten mit einem klaren Plan – und das gilt auch für dich.

  • Technik checken: Vor dem Meeting kurz Mikrofon und Kamera testen. Nichts nervt mehr, als wenn jemand zehn Minuten mit „Hallo, hört ihr mich?“ verbringt.
  • Notwendiges griffbereit: Alle wichtigen Unterlagen und Links schon öffnen. Spart Zeit und Stress.
  • Angemessene Umgebung: Ein ruhiger Platz, kein Chaos im Hintergrund, und ja – die Jogginghose bleibt unsichtbar, solange du nicht aufstehst.
  • Rechtzeitig einloggen: Niemand mag Warterunden. Sei 2-3 Minuten vor dem Start bereit.

2. Während des Meetings: Mehr als nur reden

Online-Meetings leben davon, dass alle an einem Strang ziehen. So klappt’s:

  • Mikrofon-Disziplin: Mikro aus, wenn du nicht sprichst. Niemand will deinen staubsaugenden Mitbewohner hören.
  • Zuhören und ausreden lassen: Klingt banal, oder? Aber gerade online fällt man sich oft ins Wort. Pausen helfen.
  • Kamera an: Wenn es passt, sei sichtbar. Das macht den Austausch persönlicher und gibt deinem Gegenüber Feedback – ein Kopfnicken kann viel ausmachen.
  • Chat clever nutzen: Fragen, Links, oder kurze Kommentare – der Chat ist Gold wert, aber bitte nicht für Nebenunterhaltungen.

3. Nach dem Meeting: Kein Meeting ohne Plan

Ein gutes Meeting endet nicht mit „Okay, tschüss“. Nachbereitung gehört dazu:

  • Offene Fragen klären: Was war unklar? Wer übernimmt welche Aufgabe?
  • Zusammenfassung teilen: Die wichtigsten Punkte und To-dos aufschreiben und kurz rumschicken.
  • Feedback einholen: Wie lief’s? Gibt’s etwas, das nächstes Mal besser laufen könnte?

Fazit

Online-Meetings können genauso gut sein wie ein Gespräch vor Ort – manchmal sogar besser. Aber nur, wenn alle sich an ein paar einfache Regeln halten. Also: Technik ready, aufmerksam zuhören, höflich sein. Der Rest ergibt sich.

Für Feedback bin ich immer dankbar. Gerne an jacob@derkuba.de

Viele Grüße

Euer Kuba